VisioBraille VarioUltra 20

Was wir heute haben, verdanken wir der Pionierleistung findiger Ingenieure seit den 70er Jahren. Schon damals sorgten pfiffige Ideen dafür, dass technische Hilfsmittel die selbständige Arbeit und Teilhabe am Leben fördern. Es sollte allerdings noch Jahre dauern, bis Betroffene flächendeckend davon profitieren würden. In den 80er Jahren entwickelte sich der Markt weiter und Beratungsstellen entstanden, aber es gab kein entsprechendes Berufsbild, so dass sich viele Diplompädagogen technisches Wissen mehr oder weniger aneigneten. Die Privatversorgung verbesserte sich zwar spürbar in den 90er Jahren, jedoch konnte man noch bis in die Nullerjahre in Gutachten finden, dass ein Scanner zum Lesen von Telefonbüchern nötig sei. Niemand fragte sich jedoch, wie lange es wohl bei einer Erkennungszeit von 20 Sekunden pro Seite dauert, bis man einen Eintrag in einem Hunderte Seiten umfassenden Telefonbuch auffinden würde. Seitdem hat sich viel verbessert, aber im Medizinprodukteverzeichnis lässt sich noch gut die Denke vergangener Tage ableiten und die Technik schreitet unaufhaltsam fort. Gleichwohl gibt es heute viele Branchenmitarbeiter, die wie ich von Klein auf mit elektronischen Hilfsmitteln umgehen mussten und somit über exzellentes Fachwissen verfügen.

Mein Name ist Stephan Merk und seit über vier Jahrzehnten befasse ich mich aufgrund meiner gesetzlichen Blindheit mit technischen Hilfsmitteln. Mein Ruf in der Branche ist nicht ganz unumstritten, dies verdanke ich wohl meiner sehr direkten und kritischen Haltung. Mehr noch aber werde ich ob meiner Fachkompetenz von vielen Kunden und Kollegen geschätzt und um Unterstützung gebeten, weshalb manche Produkte mittelbar meine Handschrift tragen oder ich wie im Jahr 2003 zweimal als Sachverständiger vor dem LSG Mainz zur Urteilsfindung beitragen konnte. Seit je her bemängele ich fehlende Objektivität bei den Beratungsstellen und mangelnde Fachkenntnis bei Entscheidern und Angehörigen, weshalb ich schon Anfang der 90er Jahre damit begann, allgemeine Skripte zum Thema Blindenhilfsmittel zu erstellen. Diese wurden bis heute auf den aktuellen Stand gebracht und stehen hier kostenlos für Jedermann zur Verfügung. Schon 1998 entstand die Idee einer selbständigen Hilfsmittelberatung, ein Jahr später wurde die Beratungsstelle Marburg der mobilen Hilfsmittelzentrale Deininger GmbH ins Leben gerufen. Diese Zusammenarbeit endete 2005 und BLINtec wurde geboren und schließlich von Marburg nach Fronhausen verlagert.

Über BLINtec

"BLIN" wird groß und "tec" klein geschrieben und steeht sinnbildlich für Blindentechnik. Dabei steht für mich seit über 25 Jahren der Mensch und nicht die Technologie im Fokus, obgleich es im Ergebnis natürlich schon um eine angepasste und individuelle Hilfsmittelversorgung geht. Mit über 35 Jahren Branchenkenntnis habe ich nicht nur viele blinde und sehbehinderte Menschen beraten und mit Hilfsmitteln privat und am Arbeitsplatz versorgt, sondern auch Hersteller bei ihren Produktentwicklungen unterstützt. Auch Kostenträger und Entscheider profitieren von meinem umfangreichen Erfahrungsschatz und Fachwissen. Dies ist nicht angelernt, sondern basiert auf einer kontinuierlichen und umfangreichen Praxiserfahrung weit über die Blindentechnik hinaus. So war es mir stets wichtig, Technologien nicht nur anzuwenden, sondern auch konzeptionell zu verstehen, ich nenne das "Technik-Empathie".

Übrigens: Das seit Juni 2025 in Kraft getretene Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) betrifft nicht nur das Internet, sondern auch bestimmte Produktgruppen im Alltag. Werfen Sie unbedingt einen Blick in meine Services für Hersteller, sofern Sie Alltagsprodukte entwickeln und diese im europäischen Handelsraum vertreiben.

Meine Angebote im Überblick

IK-Nummer: 330651612